Die 7 Todsünden bei geschäftlichen Weihnachtsgrüßen

By | 21. November 2015

005331-992_weihnachtskarte_1Weihnachten ist neben Ostern das wichtigste Fest der Christen. Auch wenn der religiöse Ursprung im Alltag und besonders auch in der Geschäftswelt häufig in den Hintergrund gerät, sollten dessen Wurzeln und die Bedeutung des Weihnachtsfestes nicht völlig außer Acht gelassen werden. Umso wichtiger scheint es, sich einmal die christlichen Grundsätze ins Gedächtnis zu rufen und die eigenen weihnachtlichen Unternehmensmaßnahmen daraufhin zu überprüfen. Erstaunlicherweise ist es dabei gar nicht ungewöhnlich, selbst mit einem simplen Weihnachtsgruß versehentlich einen großen Fauxpas zu begehen.

Der weihnachtliche Hochmut

Sie möchten Ihre Weihnachtskarte dazu nutzen, das Jahr Revue passieren zu lassen und Ihren Geschäftskunden stolz zu präsentieren, wie gut das Geschäftsjahr für Sie gelaufen ist? Sie überlegen, die Umsatzzahlen, erhaltene Auszeichnungen und Presseberichte mit anzuhängen? Lassen Sie es, denn die Weihnachtsgrüße sollten nicht dazu genutzt werden, andere vor Neid erblassen zu lassen. Denn wie heißt das Sprichwort so schön? Hochmut kommt vor dem Fall.

Der weihnachtliche Geiz

Dünner und kostengünstiger Karton, eine billige Standardkarte und keine Unterschrift – der Empfänger merkt, wenn die Weihnachtskartenaktion bei Ihnen in diesem Jahr auf Sparflamme gelaufen ist. Das bedeutet nicht, dass Sie viel Geld dafür ausgeben müssen, sondern die kleinen Dinge machen den Unterschied. Lassen Sie die Post nicht durch die Frankiermaschine laufen, sondern entscheiden sie sich für eine schöne Briefmarke. Wählen Sie ordentliches Papier und geizen Sie nicht mit ein paar handschriftlichen Grußnotizen. Und falls das Budget wirklich knapp ist, dann greifen Sie lieber zu einer simplen Karte mit einem persönlichen handschriftlichen Gruß. Ihr Adressat wird merken, wie viel Zeit sie sich für die persönliche Widmung genommen haben.

Die (un-)weihnachtliche Kombination

Ähnlich den sogenannten „Bad Ads“ im Anzeigen-/Werbebereich, bei denen redaktionelle Inhalte und Anzeige oder die Bildaussage in Verbindung mit dem Anzeigentext eine ungewollte und unpassende Mischung ergeben, kann dies auch zu Weihnachten geschehen. Auch, wenn der Hinweis eigentlich überflüssig sein sollte, gibt es diese Kombination gar nicht so selten. Egal, ob der strikte Alkoholgegner mit einem noch so teuren Weinpräsent beschenkt wird oder ein Unternehmen zum Jahreswechsel Werbekalender verschickt, in denen nackte Models für das Produkt werben. Häufig wird dann der Weihnachtskartenversand aus Kostengründen mit dem Präsent zum Jahreswechsel zusammengefasst. Auch hier gilt, was für Viele sicherlich in Ordnung ist, mag dem einen oder anderen bitter aufstoßen.

Der weihnachtliche Zorn

Nicht immer läuft im Geschäftsleben alles rund. Mal verschuldet man selbst einen Fehler, mal sind die Geschäftspartner oder Dienstleister schuld. Nutzen Sie nicht Ihre Weihnachtsgrüße dazu, Ihr Gegenüber abzustrafen oder im Gruß auf den Fehltritt hinzuweisen. Löschen Sie das Unternehmen oder die Person auch nicht aus dem Verteiler. Ganz im Gegenteil ! Springen Sie über Ihren Schatten und schicken Sie einfach nette Weihnachtsgrüße – vielleicht können ja gerade dadurch die Wogen wieder geglättet werden.

Die weihnachtliche Völlerei

Viel bringt nicht immer viel. Kleine Aufmerksamkeiten wie Naschereien sind eigentlich in jedem Büro gerne gesehen – kommt allerdings zusätzlich zur Weihnachtskarte ein ganzer Geschenkkorb mit Präsenten an, gerät man schnell ins Grübeln und hinterfragt die Beweggründe. Übertreiben Sie es also nicht mit den Geschenken – nicht der Wert und die Menge sind entscheidend, sondern die Idee und die Aussage. Bedenken Sie auch steuerliche Grenzen und vermeiden Sie Steuerfallen bei Ihren Kundenpräsenten.

Der weihnachtliche Neid

Erfolg und Neid hängen immer eng zusammen. Die Grenze von belebender Konkurrenz und Ansporn durch den Erfolg anderer zu Neid lässt sich häufig nur schwer definieren. Egal, ob sie jemanden beneiden oder selbst beneidet werden, das Gefühl des Neids muss jeder mit sich selbst ausmachen. Grundsätzlich gilt jedoch, je zufriedener Sie mit sich selbst sind, desto weniger neiden Sie anderen deren Erfolg. Suchen Sie also einfach den direkten Kontakt mit Ihren größten Konkurrenten – schicken Sie einfach eine aufrichtig nett gemeinte Firmenweihnachtskarte.

Die weihnachtliche Faulheit

Unterschätzen Sie Ihre Kunden und Geschäftspartner nicht. Sie denken, dass sich sowieso niemand mehr an die Weihnachtskarte vom letzten Jahr erinnern kann? Da sollten Sie sich nicht zu sicher sein – in vielen Büros hängen die Karten auch noch nach Weihnachten sehr lange als Dekoration an den Wänden. Es gibt also genügend Zeit, sich alle Karten ganz genau einzuprägen. Auch wenn es der einfachste Weg wäre, schicken Sie auf keinen Fall eine Karte mit dem gleichen Motiv oder dem gleichen Spruch wie im Vorjahr.

Nutzen Sie die Weihnachtskarte am besten einfach nur in ihrem ganz typischen Sinne – ohne Hintergedanken und ohne Berechnung – um einfach nur „Fröhliche Weihnachten“ zu wünschen.

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