Ostergedichte für individuelle Ostergrüße

By | 6. März 2015

Ostergedichte

Was eignet sich besser, als ein wunderbarer Ostervers, um die Ostergrüße auf Ihrer geschäftlichen Osterkarte einzuleiten. Ob hoffnungsvoll, kreativ, innovativ, stimmungsvoll oder bunt und farbenreich, die Auswahl ist schier unendlich, so wie die Farbenvielfalt des Frühlings.
Nutzen Sie frühlingshafte Verse zu Ostern, um Ihren Kunden eine Freude zu machen und Ihrem Ostergruß eine individuelle Note zu verleihen. Durch diese kreativen einleitenden Worte können Sie mit Stil Ihre Ostergrüße überbringen. Im Folgenden haben wir für Sie ein kleines Portfolio an Osterversen zusammengestellt und nach Stimmungen sortiert.

1. Hoffnung zu Ostern

Von Hoffnung erzählen
Wenn leise der Himmel sich erhellt,
Und die Morgenröte uns von Hoffnung erzählt,
Weicht die Erinnerung einem neuen Raum,
Gegenwart ist nicht mehr Traum.
Autor: Monika Minder

Osterhas
Osterhas, Osterhas,
leg uns recht viel Eier ins Gras,
trag sie in die Hecken,
tu sie nicht verstecken,
leg uns lauter rechte,
leg uns keine schlechte,
lauter bunte, unten und oben,
dann wollen wir dich bis Pfingsten loben!
Autor: Viktor Blüthgen

Der Ostermorgen sonnig schön
Der Ostermorgen sonnig schön,
Kinder wollen Eier suchen geh’n,
finden hinter jedem Busch ein Nest,
gefüllt mit bunten Eiern zum Fest.

Aber in dem hübschen Tulpenbeet,
ein weißes Seidenfähnchen weht,
es lockt zu einem Blumenosternest,
das alle Kinderaugen staunen lässt.

Darin — wer hätte es gedacht,
ein großer Schokoladenhase wacht,
umgeben von vielen Eierarten,
die zum Verzehren auf Kinder warten.
Autor: Grete Schicke

Die Sonne geht im Osten auf
Die Sonne geht im Osten auf,
der Osterhas beginnt den Lauf.
Um seinen Korb voll Eier sitzen
drei Häslein, die die Ohren spitzen.

Der Osterhas bringt just ein Ei
da fliegt ein Schmetterling herbei.
Dahinter strahlt das blaue Meer
mit Sandstrand vorne und umher.

Der Osterhas ist eben fertig
das Kurtchen auch schon gegenwärtig!
Nesthäckchen findet eins, zwei, drei,
ein rot, ein blau, ein lila Ei.
Autor: Christian Morgenstern

Märzsturm
Es hat gebraust die ganze Nacht
Der Märzenwind mit wilder Macht,
Und nach der Nacht
War sacht das erste Grün erwacht.

Und wenn es braust und wenn es saust,
Und dir im Herzen bangt und graust,
Gib nur schön Acht!
Sacht ist das erste Grün erwacht.
Autor: Franz Alfred Muth

Leaderbord-osterkarte

2. Kreativität und Innovation zu Ostern

Osterhas
Untern Baum im grünen Gras
sitzt ein kleiner Osterhas`!
Putzt den Bart und spitzt das Ohr,
Macht ein Männchen, guckt hervor.
Springt dann fort mit einem Satz
Und ein kleiner frecher Spatz
Schaut jetzt nach, was denn dort sei.
Und was ist´s? Ein Osterei!
Volksgut

Drunten an den Gartenmauern
Drunten an den Gartenmauern
hab ich sehn das Häslein lauern.
Eins, zwei, drei:
Legt`s ein Ei,
lang wird`s nimmer dauern.
Uns nun sucht in allen Ecken,
wo die schönen Eier stecken:
Rot und blau,
grün und grau
und mit bunten Flecken.
Volksgut

Von einem Schokoladenhasen
Grüner Hase –
Schokonase,
Glänzt so stolz
Im Unterholz
Und lacht sich schlapp.

Hab ihn entdeckt!
War schwer versteckt …
Nun beiß ich ihm
Ganz ungeziehm
Die langen Ohren ab.
Autor: Annett Helbig

Auf ein Ei geschrieben
Ostern ist zwar schon vorbei,
Also dies kein Osterei;
Doch wer sagt, es sei kein Segen,
Wenn im Mai die Hsen legen?
Aus der Pfanne, aus dem Schmalz
Schmeckt ein Eilein jedenfalls,
Und kurzum, mich tät’s gaudieren,
Dir dies Ei zu präsentieren,
Und zugleich tät es mich kitzeln.
Dir ein Rätsel drauf zu kritzeln.
Die Sophisten und die Pfaffen
Stritten sich mit viel Geschrei:
Was hat Gott zuerst erschaffen,
Wohl die Henne? wohl das Ei?

Wäre das so schwer zu losen?
Erstlich ward ein Ei erdacht:
Doch weil noch kein Huhn gewesen,
Schatz, so hat’s der Has gebracht.
Autor: Eduard Mörike

Das seltsame Osterhuhn
Zu Ostern hüpft ein Huhn durch’s Gras
es hat zwei lange Lüffel
es schnattert nicht, es gackert nicht
es schnieft nur mit Gemüffel.

Dies Huhn, es legt die Eier bunt
nicht braun, nicht weiss, nicht fleckig
nicht eckig, nein oval und rund
doch manchmal echt buntscheckig.

Es legt verstreut die Eier aus
und ist ein Schalk mitnichten
versteckt Eier in und um das Haus
um dann schnell zu flüchten.

Statt Schnabel trägt ‚nen Bart dies Tier
statt Federn hat’s ein Fell
statt zwei Beinen hat es vier
und läuft damit ganz schnell.

Dies’ Osterhuhn macht „schnüffel-schnüffel“
im Gras gibt’s mächtig Gas
statt gackern macht es „müffel-müffel“
es ist ??????? der Osterhas’!
Autor: Josef Albert Stöckl, Kirchdorf

Der erste Ostertag
Fünf Hasen, die saßen beisammen dicht.
Es macht ein jeder, ein traurig Gesicht.
Sie jammern und weinen.
Die Sonn‘ will nicht scheinen!
Bei so vielem Regen.
Wie kann man da legen den Kindern das Ei?
O weih, o weih!
Da sagte der König:
So schweigt doch ein wenig!
Lasst Weinen und Sorgen.
Wir legen sie morgen!
Autor: Heinrich Hoffmann

Das Osterei
Hei, juchhei! Kommt herbei !
Suchen wir das Osterei !
Immerfort, hier und dort
und an jedem Ort !

Ist es noch so gut versteckt,
endlich wird es doch entdeckt.
Hier ein Ei ! Dort ein Ei !
Bald sind’s zwei und drei !

Wer nicht blind, der gewinnt
einen schönen Fund geschwind.
Eier blau, rot und grau
kommen bald zur Schau.

Und ich sag’s, es bleibt dabei,
gern such ich ein Osterei :
Zu gering ist kein Ding,
selbst kein Pfifferling.
Autor: August Heinrich Hoffmann von Fallersleben

Hühneraufstand
Neues Leben, neue Lust
regt sich schon in jeder Brust:
Frostbefreit ist nun die Welt,
der Winter, der gibt Fersengeld
und des Frühlings blaues Band
flattert bald durchs ganze Land.
Die Natur sieht man frohlocken
blütenreich mit Osterglocken
Jahr für Jahr, wenn Hasen wissen,
daß sie Eier sammeln müssen,
um sie Ostern zu verstecken,
allenthalben, auch in Hecken.
Deshalb wird vom Rat der Hasen
flugs zur Eierjagd geblasen.

Von den Alpen bis zur Küste
ist die Hühnerlaune triste
angesichts der Hasenmeute
und der Gier nach Eierbeute,
die das Federvieh empört –
hört nur, wie es Rache schwört:
“Dieses Jahr, da kriegt ihr Hiebe,
ihr verdammten Eierdiebe!“,
tönt die forsche Hühnerschar,
die noch nie so wütend war,
“schließlich woll´n wir auch mal brüten
und dann uns´re Küken hüten!
Ostern ist uns völlig schnuppe –
wir versalzen euch die Suppe!“

Manches Häschen, das nicht ahnt,
was den alten Hasen schwant,
wenn die Hühner sich verbünden
und ´ne Hasenabwehr gründen,
scheucht schon gellendes Gegacker
panikhaft vom Eier-Acker!
Hasen, die sich trotzdem trauen,
kommen nicht zum Eierklauen.
Wie ein Feldherr steht der Gockel
auf der Miste duft´gem Sockel
und kräht lauthals ins Getümmel:
“Mädels, schnappt die Hasenlümmel!
Hackt sie, packt sie, macht sie nieder,
denn sonst komm´n die immer wieder!“

Meister Lampe ist entsetzt,
daß man ihn wie´n Freiwild hetzt
und denkt bei sich: ““Ei der Daus,
besser ist´s, ich nehm Reißaus,
denn der Klügere gibt nach
und erspart sich Ungemach!““
Hakenschlagend wie noch nie
flieht er vor dem Federvieh
und schimpft frech aus sich´rer Ferne:
“Blöde Hühner, habt mich gerne!
Steckt euch euer Legegut
doch von mir aus an den Hut –
ich werd´ jetzt zu Aldi laufen
und dort Ostereier kaufen!“
Autor: Henning Brunke

Immer um die Osterzeit
Immer um die Osterzeit
erklingt die gleiche Frage:
Wo kommen denn die Eier her
zum Fest am Ostertage?

Lange hat der Mensch gedacht,
dass Hasen Eier bringen,
bis die Hühner aus Protest
zu Ostermärschen gingen.

Der Hase ist zu blöd dazu,
so stand‘s auf Transparenten;
Im besten Falle können das
am Weiher noch die Enten.

Später kam die Wissenschaft
und wusste ganz genau:
Vielleicht ist es am Osterfest
vom Markt die Eierfrau.

Klarheit aber gab es erst,
als viele Zeugen sagten,
dass scharenweise Hasen
vor der Tür beim Aldi nagten.

Und als genau in dieser Zeit,
die Eier dort verschwunden,
da hatte man die Lösung
für das Rätsel schnell gefunden.

Jetzt konnte auch die Wissenschaft
den Standpunkt sich erlauben
und ohne jeden Zweifel
an den Osterhasen glauben.
Autor: Gerhard P. Steil

Oh, ein Osterei!
Oh, ein Osterei!
Heile, nicht entzwei.
Wer hat es verloren
am Ostermorgen?

Ist völlig intakt —
weil eingepackt
in Glanzpapier
mit Schleifenzier.

Hasen haben es bemerkt,
machten gleich kehrt,
wollen es holen,
auf leisen Sohlen.

Aufmerksam sie schauen,
mit wachsamen Augen,
aufgeregt sie sehen,
Kinder dort stehen.

Die tragen das Ei am Band,
halten es achtsam in der Hand —
die Hasen freudig lachten,
weil Osterfreude sie brachten.
Autor: Grete Schicke

 

3. Frühlingsboten zu Ostern

Der Frühling
Die Sonne glänzt, es blühen die Gefilde,
Die Tage kommen blütenreich und milde,
Der Abend blüht hinzu, und helle Tage gehen
Vom Himmel abwärts, wo die Tag entstehen.

Das Jahr erscheint mit Zeiten
Wie eine Pracht, wo Feste sich verbreiten,
Der Menschen Tätigkeit beginnt
mit neuem Ziele,
So sind die Zeichen in der Welt,
der Wunder viele.
Autor: Friedrich Hölderlin

Frühlingsbotschaft
Leise zieht durch mein Gemüt
Liebliches Geläute.
Klinge, kleines Frühlingslied,
Kling hinaus ins Weite.

Kling hinaus, bis an das Haus,
Wo die Blumen sprießen.
Wenn du eine Rose schaust,
Sag ich laß sie grüßen.
Autor: Heine, Heinrich

Frühlingsglaube
Die linden Lüfte sind erwacht,
Sie säuseln und weben Tag und Nacht,
Sie schaffen an allen Enden.
O frischer Duft, o neuer Klang!
Nun, armes Herze, sei nicht bang!
Nun muss sich alles, alles wenden.
Die Welt wird schöner mit jedem Tag,
Man weiß nicht, was noch werden mag,
Das Blühen will nicht enden.
Es blüht das fernste, tiefste, Tal:
Nun, armes Herz, vergiss der Qual!
Nun muss sich alles, alles wenden.
Autor: Ludwig Uhland

Frühlingsgrün
Der Mai bringt mit viel Sonne
zum Leuchten das frische Grün
als Kontrast zu der Buntheit der
Blumen, die jetzt überall blüh`n.

Am schönsten sind die Farben
im Morgen- oder im Abendlicht,
wenn der Schein unserer Sonne,
sich in den neuen Blättern bricht.

Im Frühling strotzt unsere Natur
von geballter Energie und Kraft –
jede Knospe ist ein Wunderwerk!
Wie die Natur das nur so schafft!

Dazu das belebende helle Grün,
das die Blätter und Gräser zeigen,
auch die Nadelbäume, umrahmt
vom blühenden Frühlingsreigen.
Autor: Sieglinde Seiler

Junge Zeit
Frisch und jung keimt neues Leben
aus winterlichem Frostgemach,
erste Gänseblümchen treiben,
noch hält das Kühle sie in Schach.

Hier und da erheben Tupfer
im grünen Gras den Blütenstand,
sonnen sich in Himmelsstrahlen,
Frühlingslüfte wärmen das Land.
Autor: Heidrun Gemähling

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