Wie entsteht eine geschäftliche Grußkarte?

By | 31. März 2016

Grusskarte MarienkaeferOb im Schreibwarenladen oder im Internet, überall finden sich zahlreiche Grußkarten in verschiedenen Farben, Motiven, Größen und Texten. Wie diese entstehen und was alles bei der Herstellung von Gruß- und Weihnachtskarten zu beachten ist, möchten wir Ihnen heute mit einem Blick hinter die Kulissen verraten.
Sie werden erstaunt sein, welcher Aufwand doch hinter dem Entwurf und der Herstellung einer simplen Glückwunschkarte oder Weihnachtskarte steckt und was es alles zu beachten gibt.

Die Analyse und Marktbeobachtung von Grußkarten

Wie in jedem Business-Bereich ist eine gründliche Analyse und Marktbeobachtung das A und O, um Trends aufzuspüren, Inspirationen zu sammeln und neue Ideen zu entwickeln. Im Fokus stehen dabei die Fragen nach bisherigen Angebotslücken sowie die Analyse von Trends und Designs im Wandel der Zeit: Welche Farben, welche Motive, welche Kombinationen, welche Materialien sowie Papiere und Schriftarten werden in diesem Jahr besonders gefragt sein? Aber auch die Auswertung, welche Grußkarten im vergangenen Jahr besonders beliebt waren, wird berücksichtigt. Letztendlich geht es darum, die Geschmäcker der Kunden zu treffen und etwas Neues anbieten zu können.

Die Recherche der Blickfänger

Im Anschluss an die Analyse erfolgt die Recherche nach geeignetem Bildmaterial in Bild- und Kunstagenturen sowie im Bildarchiv des Verlags. Für eine aufwändigere Grußkarte können schnell bis zu zehn Grußkarten-Elemente zusammen kommen. Neben der Bild- und Motivauswahl spielt die Papierauswahl eine große Rolle. Entscheidend sind dabei nicht nur die Trendfarben der Saison, sondern auch, ob neue Kartonsorten die bisherigen Papiere ergänzen sollen und welche Papiere nicht mehr eingesetzt werden. Zusammen mit der Druckerei sowie den Veredlern muss anschließend geprüft werden, welche Veredelungstechniken auf den ausgewählten Papieren am besten funktionieren, um qualitativ hochwertige Gruß- und Weihnachtskarten zu garantieren.

Entwurf und Layout von Gruß- und Weihnachtskarten

Nach der Analyse von Trends und der Auswahl von geeigneten Papieren gestaltet das Grafikdesign-Team die Karten, entwickelt Varianten und erstellt je eine Dummy-Grußkarte. Bei jeglicher Kreativität gilt es stets, die damit verbundene Papierauswahl sowie Veredlungstechniken wie Heißfolienprägung oder Stanzung zu beachten. Ebenso ist es wichtig zu bedenken, ob ein Motiv nur gedruckt oder zusätzlich mit einer Veredelung kombiniert werden soll. Dabei stehen zahlreiche Möglichkeiten an Veredelungstechniken für Gruß- und Weihnachtskarten zur Auswahl: edle, brillant glänzende Metallic-Folien, elegante Prägungen, filigrane Laser-Schnitte und präzise Stanzungen, durch die farbige Einlagen sichtbar sind. Auch die Heimarbeit, wie das Applizieren von Textilanhängern, Papieraccessoires, Patches, das Einstecken eines Lesezeichens oder das Anbringen einer Banderole, einer Schleife oder eines Magnetlesezeichen, gilt es zu bedenken.

Zu guter Letzt ist es sehr wichtig, das Gewicht der Grußkarte zu überprüfen. Die Gruß- oder Weihnachtskarte darf inklusiver aller Applikationen, Banderolen, dem Kuvert und der Einlage das Gewicht von 20g nicht überschreiten, sonst verlangt die Post ein höheres Porto als beim Standardbrief.
Aus den Ergebnissen der Grafikdesigner und der Überprüfung der Markttauglichkeit wird im Anschluss die Kollektion der Gruß- und Weihnachtskarten erstellt. Ziel ist es, ein abwechslungsreiches Kartensortiment anzubieten, in welchem sich sowohl kleine Handwerksbetriebe als auch Großkonzerne wiederfinden können.

Die technische Umsetzung der Grußkartenkollektion

Ist die Auswahl für das neue Sortiment der Gruß- und Weihnachtskarten getroffen, wird die benötigte Motiv- und Bilderauswahl in hochauflösender Qualität eingekauft und bearbeitet. Stempel- und Stanzdaten werden für jedes Einzelteil der Karte von den Grafikerinnen aufbereitet und mit den Werkzeug- und Stempelmachern abgestimmt. Das kann eine Banderole sein, ein Lesezeichen, ein Anhänger und natürlich auch die Karte selbst. Bis zu vier Werkzeuge können für eine Karte notwendig sein. Auch die Texte, Sprüche und Zitate werden noch einmal auf Rechtschreibung und Buchstabendreher überprüft, denn nichts wäre schlimmer als wenn ein gesamter Kartendruck wieder eingestampft werden müsste.

Um die Wirkung des gewählten Farbtones für die Gruß- oder Weihnachtskarte zu beurteilen, wird ein sogenannter Proof erstellt. Dies ist ein farbverbindlicher Vordruck nach welchem ggf. die Farben korrigiert werden und anhand dessen später der Druck abgestimmt wird. Sind alle Bestandteile geprüft und korrekt, werden die Druckdaten an die Druckerei übergeben.

Die eigentliche Produktion der Gruß- und Weihnachtskarten-Kollektion

Für die Produktion der neuen Gruß- und Weihnachtskarten gibt die Herstellung die Fertigung von allen Stanzwerkzeugen und Stempeln in Auftrag, bestellt den Kartenkarton, erteilt die Druckaufträge bzw. übergibt die Karten zum Veredeln und Weiterverarbeiten inkl. aller Bestandteile wie z.B. Applikationen an die Heimarbeit.

Nach dem Druck erhalten die Karten je nach Design ihre Stanzung oder Stempelung und werden anschließend zugeschnitten und gerillt. So liegen die Seiten exakt aufeinander sind nachher leicht falzbar. Als letzen Schritt werden auf den neuen Karten in Heimarbeit mit viel Geschick von Hand Applikationen aufgeklebt, Schleifen gebunden, Lesezeichen eingesteckt sowie Banderolen umgelegt.

Am Ende erhält der Kunde seine Karte mit passendem Kuvert und – wenn gewünscht – mit eingedrucktem Weihnachtsgruß und Firmennamen.

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